Wissenswertes

Solarenergie spielt für die Energiewende eine absolute Schlüsselrolle und hat nicht nur für die Umwelt Vorteile. Aufgrund der stetig sinkenden Anschaffungspreise, attraktiver Fördermöglichkeiten und wirtschaftlicher Vorteile erfreut sie sich immer größerer Beliebtheit.

Häufig gestellte Fragen zu Photovoltaikanlagen

In den nachfolgenden FAQs finden Sie Fragen, die zur Nutzung der Photovoltaik immer wieder gestellt werden.

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Damit der Strom der Photovoltaikanlage im Haushalt genutzt werden kann, wandelt ein Wechselrichter den gewonnenen Gleichstrom in Wechselstrom um. Oft wird Solarthermie im gleichen Atemzug mit Photovoltaik genannt. Allerdings wird hier Sonnenenergie zum Heizen oder Erwärmen von Wasser genutzt.

Quelle: https://verbraucherzentrale-energieberatung.de

Prinzipiell kann jeder, das heißt jede Privatperson und jedes Unternehmen, eine Photovoltaikanlage erwerben und nutzen. Diese Anlagen zur umweltfreundlichen Stromgewinnung finden auf Dächern, Terrassen, Balkonen oder Carports Platz. Ob Sie eine Photovoltaikanlage installieren dürfen, hängt davon ab, ob Sie Eigentümer des Gebäudes sind, an bzw. auf dem Sie eine Photovoltaik-Anlage anbringen wollen. Wohnen Sie in einer Eigentums- oder Mietwohnung müssen die (Mit-)Eigentümer zustimmen.

Neben den Eigentumsverhältnissen sind bei Photovoltaik-Anlagen, die an oder auf Gebäuden installiert werden, gesetzliche Vorgaben und Fristen einzuhalten.

Nähere Informationen unter www.verbraucherzentrale.de

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Solarstromanlagen können gekauft oder gemietet werden. Grundsätzlich unterscheidet man vier verschiedene Photovoltaik-Anlagenkonzepte:

  • Inselanlagen
  • Anlagen zur vollständigen Netzeinspeisung
  • Anlagen zum anteiligen Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms
  • Stecker-Photovoltaik-Geräte, auch Stecker-PV oder Plug & Play Anlagen genannt

Bei einer durchschnittlichen Sonneneinstrahlung von 900 bis 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²), erzeugen Sie in Deutschland mit einer Generatorfläche von acht bis zehn Quadratmetern etwa 750 bis 1.200 Kilowattstunden Strom in einem Jahr.

Je nach Bedarf und Möglichkeiten bietet sich die eine oder andere Variante an. Prinzipiell gilt, dass Photovoltaikanlagen lohnende Investitionen sind, wenn Sie möglichst viel des erzeugten Stroms selbst nutzen.

Quelle: https://verbraucherzentrale-energieberatung.de

Eine Photovoltaik Komplettanlage besteht aus den Photovoltaikmodulen, dem Wechselrichter, dem Montagegestell, einem Zähler, Solarkabeln und einigen Kleinteilen. Der wichtigste Bestandteil einer Photovoltaikanlage sind die Solarzellen, welche miteinander zu Solarmodulen verbunden werden. Untereinander werden mehrere Solarmodule dann zu einem Solargenerator zusammengefügt, der die Sonnenenergie in elektrischen Strom umwandelt.

Vom Generator der Komplettanlage wird Gleichstrom erzeugt. Da die meisten Haushaltsgeräte mit Wechselstrom laufen, muss der erzeugte Strom umgewandelt werden. Dazu wird ein so genannter Wechselrichter eingebaut. Solargenerator und Wechselrichter werden mit speziellen Solarkabeln für Gleichstrom verbunden, der Wechselstrom über einen Zähler gemessen und in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Wird mehr Strom benötigt als die Photovoltaik Anlage erzeugt, wird Strom aus dem öffentlichen Netz genutzt.

Die Photovoltaikmodule werden bei einem Schrägdach entweder mithilfe eines Montagegestells auf die Dachziegel montiert oder im Dach integriert. Bei einem Flachdach oder bei Freilandanlagen werden die Photovoltaik Module mithilfe des Tragegestells aufgestellt.

Grundsätzlich ist die Installation einer Photovoltaikanlage auf allen Dächern möglich, vorausgesetzt es fällt genügend Licht ein. In Deutschland ist in allen Regionen die Sonneneinstrahlung hoch genug, um mit Photovoltaik einen Gewinn zu erwirtschaften. Da Licht und Schatten sprichwörtlich nicht weit auseinander liegen, ist auch die so genannte Verschattung der Anlage ein wichtiger Punkt, der in keiner Kalkulation fehlen darf.

Rechtlich ist die Errichtung in den meisten Fällen kein Problem. Eine Genehmigung für Photovoltaik ist nur in Ausnahmefällen für Freilandanlagen und Denkmal geschützte Häuser notwendig. Für Anlagen, die auf dem Dach oder an Fassaden montiert werden, ist bis auf die Bauordnung keine Genehmigung zu beachten.

Dachflächen
Auf nahezu allen Arten von Dächern kann eine Photovoltaikanlage installiert werden: auf Schrägdächern parallel zur Dachfläche, auf Flachdächern werden die Module mit einem Metallrahmen aufgerichtet.

Wichtig ist dabei die richtige Dachneigung von rund 30 Grad. So arbeiten die Solarzellen perfekt, weil die Sonne im rechten Winkel auf sie einstrahlen kann. Da die Bahn der Sonne sich im Laufe des Jahres ändert, sind Nachführsystem hilfreich, die die Module immer optimal zur Sonne ausrichten.

Die Art der Dachdeckung beeinflusst die Montage einer Photovoltaikanlage nur geringfügig. Eine Aufdachmontage ist bei allen Dachdeckungen grundsätzlich möglich, es unterscheiden sich nur die Halterungen für die Module. Die Indachmontage ist beispielsweise bei Schilfdächern nicht möglich, sonst stellt dieses System kein Problem dar.

Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten für PV-Anlagen:

  • seit 2021 wird PV im Zuge von Neubau und Sanierung mit der BEG indirekt gefördert
  • BEG-Förderhöhen orientieren sich am erreichten Effizienzhaus-Standard - für dessen Erreichen die Integration erneuerbarer Energien notwendig ist
  • KfW-Kredit 270 ist für PV weiterhin - auch neben BEG-Förderung - möglich
  • die Einspeisevergütung gemäß EEG unterstützt im laufenden Betrieb für 20 Jahre
  • Bundesländer fördern Solaranlagen und Stromspeicher mit Zuschüssen
  • kleine Anlagen bis 30 kWp zahlen seit 2021 keine EEG-Umlage auf Eigenverbrauch mehr – für mehr Einsparpotenzial
  • Mieterstrom wird mit der EEG 2021 deutlich attraktiver, z. B. entfällt die Gewerbesteuer

Einer der wichtigsten Träger zur Förderung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern ist die KfW mit dem KfW Förderprogramm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ - einem zinsgünstigen Förderkredit für Strom und Wärme.

Was wird mit dem Förderkredit 270 gefördert?

  • die Errichtung, Erweiterung und der Erwerb von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, wie zum Beispiel Batteriespeicher und Photovoltaikanlagen
  • die Errichtung, Erweiterung und der Erwerb von Anlagen zur Wärmeerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien
  • Wärme-/Kältenetze sowie -speicher, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden
  • Maßnahmen zur Flexibilisierung von Stromnachfrage und Stromangebot, die die systemverträgliche Integration der erneuerbaren Energien in das Energiesystem unterstützen, wie beispielsweise Stromspeicheranlagen als Einzelmaßnahme oder zur Nachrüstung

Alle Detailinformationen und die Antragstellung finden Sie auf den Webseiten der KfW zum Förderprogramm 270.

Als Betreiber einer PV-Anlage speisen Sie in der Regel auch Strom in das Versorgungsnetz ein und erhalten dafür eine Vergütung vom Netzbetreiber im Rahmen des EEG. Der Betrieb einer PV-Anlage hängt also mit einkommensteuerrechtlichen und umsatzsteuerrechtlichen Aspekten zusammen. Setzen Sie sich als Betreiber einer PV-Anlage rechtzeitig mit Ihrem Finanzamt in Verbindung. Sie können zwischen der Möglichkeit der „Regelbesteuerung“ und der „Kleinunternehmerregelung“ wählen. Beide Varianten können je nach Lebens- und Einkommenssituation Vor- und Nachteile haben.

Tipp: Ihr Steuerberater kann Ihnen bei diesem Thema ebenfalls weiterhelfen und sollte zu Rate gezogen werden.

Für Photovoltaikanlagen auf Wohnhäusern mit einer Größe von 1-10 kWp beträgt die Einspeisevergütung im April 2021 noch 7,81 ct/kWh. In diese Kategorie fallen die meisten Anlagen auf privaten Einfamilienhäusern. Bei einer Anlagengröße von 10-40 kWp erhalten Sie 7,59 ct/kWh.

Die aktuellen monatlichen Sätze der Einspeisevergütung werden regelmäßig auf den Seiten der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

Aktuelle Vergütungssätze ansehen

Pauschal kann diese Frage nicht beantwortet werden, es gibt jedoch ein paar Punkte die hilfreich sind. Wir berechnen 6 Quadratmeter mit einer kWp. Ein kWp erzeugt in Deutschland durchschnittlich 800 bis 1.000 Kilowattstunden. Das bedeutet eine 6 m² Fläche, die Sie belegen können, bringen Ihnen zwischen 800 und 1.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Überschlagen Sie wie viele m² Ihr Dach hat. Fenster, Kamin etc. ziehen Sie großzügig in Ihrer Berechnung ab, übrig bleibt die zu belegende Dachfläche.

Natürlich kommt es noch darauf an, wie viel Strom in Ihrem Haushalt verbraucht wird. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Stromverbrauch in Deutschland liegt bei etwa 1.300 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Der tatsächliche Verbrauch hängt allerdings von vielen Faktoren ab und kann daher sehr unterschiedlich ausfallen.

Beispielberechnung:
3 Personen x 1.300 kWh = 3.900 kWh pro Jahr
genutzte Dachfläche 42 m² : 6 m² (6 m² = 1 kWp) = 7 kWp x 800 Kilowattstunden = 5.600 Kilowattstunden pro Jahr

Wie hoch der Ertrag ausfällt, hängt von weiteren Faktoren wie z.B. Anlagenwirkungsgrad, Globalstrahlung, Ausrichtung und Dachneigung, Verschattung, Optimierungsmöglichkeiten, Auswahl der Module, Eingesetzter Wechselrichter, Standort, Jahreszeit und Tagesverlauf ab.

Wir empfehlen daher keine voreiligen Schlüsse zu ziehen und sich beraten zu lassen. Um zukunftssicher zu sein, empfehlen wir die Dachfläche so gut es geht auszunutzen. So können Sie Ihren Strom zukünftig für Elektromobilität einsetzen - diese Technologie wird sich in den nächsten Jahren rasant entwickeln.

Nein, sie haben die Möglichkeit Terrassenüberdachung, Carports oder Balkone zu nutzen. Mit den kleinen Mini-Kraftwerken können Mieter und Wohnungseigentümer eigenen Sonnenstrom erzeugen, bei Umzug können die Anlagen einfach abgebaut und mitgenommen werden. Die Plug & Play Anlagen produzieren Strom für den Eigenbedarf, sie sind nicht für die Netzeinspeisung vorgesehen. Die Anlagen sind sicher und lohnen sich langfristig betrachtet auch finanziell.

Die Vorteile von Plug & Play Anlagen:

  • Einfache Installation – egal ob Balkon, Garten, Carport oder auf Ihrer Garage
  • Wirtschaftlich und kompakt – Solarstrom für Jeden
  • Eigenverbrauch ohne Einspeisung und ohne Bürokratie
  • Relevante Erträge schon bei geringen Investitionskosten
  • Auch Mieter können ihren „grünen Strom“ selbst produzieren
  • Kein zusätzlicher Stromzähler notwendig

Der Strom wird durch die Plug & Play Anlage dort erzeugt, wo er auch direkt wieder verbraucht wird – nämlich im heimischen Stromkreis. Zuerst wird also der Strom aus der Eigenproduktion der steckerfertigen PV-Anlage (Plug & Play) genutzt und nur noch der zusätzlich benötigte Strom aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen.

Dementsprechend verringert sich die vom Lieferanten bezogene Strommenge und die Rechnung fällt geringer aus. Allein durch diese Einsparung wird sich der Kauf einer Plug & Play Anlage nach einiger Zeit lohnen.

Ja. Pauschal lässt sich die Frage zwar nicht beantworten, da jeder einen anderen Stromverbrauch hat und sich die Geräte in ihrer Leistung unterscheiden. Man kann jedoch grob von 10 - 30 % des Strombedarfs ausgehen.

An einem Beispiel: Eine Anlage mit zwei Standardmodulen kann bei südlicher Ausrichtung und ohne Verschattung ca. 600 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr erzeugen. Das entspricht etwa dem jährlichen Verbrauch von Geschirrspüler, Waschmaschine und Wäschetrockner.

In Zahlen ausgedrückt, bei 600 kWh entspricht das ca. 192 € pro Jahr (600 x 31,89 Cent/kWh aktueller Strompreis). Vorausgesetzt der Strom wird zu 100% selbst genutzt.

Wenn es um die Nutzung Erneuerbarer Energien geht, ist Klimaschutz eine wichtige Motivation für Bauherren und Hausbesitzer. Das zeigt sich regelmäßig bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Wichtig für die CO2-Bilanz einer PV-Anlage ist ihre energetische Amortisation. Das ist der Zeitpunkt, an dem die Anlage so viel CO2-Einsparung gebracht hat, dass die bei der Herstellung aufgewendete Energie ausgeglichen wird. „Wie lange das dauert, hängt vor allem von der Art der Module ab“, sagt Sascha Beetz, Referent für Energie bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Nach 17 bis 40 Monaten haben die meisten PV-Anlagen diesen Punkt erreicht.“

Lithium-Batteriespeicher und Wasserverbrauch
Um den Ökostrom aus der eigenen PV-Anlage optimal nutzen zu können, werden die Anlagen häufig mit einem Batteriespeicher kombiniert. Dabei kommt Lithium zum Einsatz. Die verwendeten Rohstoffe sind dieselben wie beim Elektroauto, beim Smartphone oder Laptop. Für einen Batteriespeicher mit sechs Kilowattstunden werden 480 bis 840 Gramm Lithium benötigt. Um diese Menge zu produzieren, werden zwischen 192 und 1.680 Liter Wasser gebraucht. Das entspricht dem Wasserbedarf für die Produktion von 13 bis 109 Gramm Rindfleisch. „Das Problem des Wasserverbrauchs bei der Lithiumgewinnung betonen Gegner der Erneuerbaren Energien besonders laut. Es gibt aber mittlerweile gute Lösungen dafür, zumal hierfür im Gegensatz zum Rindfleisch kein Trinkwasser, sondern Salzwasser benötigt wird“, so Sascha Beetz.

In jedem Fall hinterlässt Strom aus der PV-Anlage einen deutlich geringeren ökologischen Fußabdruck als Strom, der aus Atomenergie, Kohle oder Erdgas gewonnen wird.

Quelle: https://verbraucherzentrale.sh

Die Umstellung auf erneuerbare Energien ist auch mit der Hoffnung verbunden, den Ausstoß von CO2 zu reduzieren und somit die Folgen des Klimawandels einzudämmen. Photovoltaik ist eine der wichtigsten Säulen zur nachhaltigen Stromerzeugung. Bereits heute leistet sie relevante Beiträge zur Senkung der CO²-Emissionen.

2019 wurden laut Berechnungen des ISE (Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme) allein in Deutschland ca. 29,2 Millionen Tonnen CO2 durch die Nutzung von Photovoltaik vermieden. Grundsätzlich konnte der CO2-Ausstoß aus deutschem Strom durch den Ausbau erneuerbarer Energien von 764 g CO2 pro kWh im Jahr 1990 auf 474 g pro kWh 2018 gesenkt werden. Zudem hat die deutsche Energiepolitik eine hohe internationale Relevanz: Fördermaßnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien (wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG) dienten dutzenden Ländern als Vorlage für ähnliche Regelungen.

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